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Citera
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Citera (ungarisch auch citora, citura, Plural citerĂĄk, tschechisch citara, citaƙička, slowakisch citera, citeri, citari, citarka) bezeichnet eine Gruppe von meist langgestreckten Griffbrettzithern, die in der Volksmusik von Ungarn, Tschechien und der Slowakei gespielt werden. Ein typologischer VorlĂ€ufer ist das Anfang des 17. Jahrhunderts erstmals abgebildete Scheitholt. Nur wenige (hĂ€ufig vier) gleich gestimmte Melodiesaiten werden mit einem Druckstab oder mit zwei Fingern verkĂŒrzt und die ĂŒbrigen Begleitsaiten als Bordun leer angerissen, weshalb die citera zu den Bordunzithern gehören.

Nach der Korpusform werden in Ungarn drei Haupttypen unterschieden: die schmale rechteckige TrĂ€nkezither (vĂĄlyĂșcitera), die kleinköpfige Zither (kisfejes citera) mit mehreren treppenartig seitlich angeordneten Stimmstöcken fĂŒr die Wirbel und die bauchige Zither (hasas citera) mit an einer Seite rundlich ausgebauchten Resonanzkörper und hĂ€ufig zusĂ€tzlich mit treppenartigen Stimmstöcken. Ähnliche Typen sind in Tschechien bekannt. In der Slowakei werden dieselben Formen von Kastenzithern in fĂŒnf Typen unterteilt.

Die citera werden in der gesamten Region traditionell solistisch gespielt, als Instrumentalvortrag oder zur Gesangsbegleitung, frĂŒher vor allem von Ă€rmeren Kleinbauern und Hirten in der Hausmusik und gelegentlich zur Tanzbegleitung bei Hochzeiten.

Contents

‱ Herkunft
‱ Ungarn
‱ Tschechien
‱ Slowakei
‱ Bauform
‱ Ungarn
‱ Tschechien
‱ Slowakei
‱ Spielweise
‱ Ungarn
‱ Tschechien
‱ Slowakei
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Herkunft

Gezupfte Saiteninstrumente unterschiedlicher Bauart waren in der Antike altgriechisch als psaltĂ©rion (fĂŒr eine Harfe) und lateinisch als psalterium bekannt. Die Ă€ltesten Abbildungen, die als Kastenzithern interpretiert werden, stammen von den Phöniziern aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. und zeigen auf einem Relief im Palast von Nimrud einen nahezu quadratischen Rahmen mit zehn parallelen Saiten.cite-ref-1[1] Unter dem Namen psalterium decachordum findet sich eine ebensolche Darstellung im sogenannten Hieronymus-Epistel an Dardanus. Dies ist ein schwer verstĂ€ndlicher illustrierter Brief aus dem 9. Jahrhundert, der fĂ€lschlich dem Kirchenvater Hieronymus (347–420) zugeschrieben wird, in welchem teilweise rĂ€tselhafte und phantastische Beschreibungen von Musikinstrumenten enthalten sind. Die Abbildung zeigt König David, der dieses auch psalterium quadratum genannte Instrument senkrecht in den HĂ€nden hĂ€lt.cite-ref-2[2]

Mit der islamischen Expansion gelangten ab dem 8. Jahrhundert ĂŒber die Iberische Halbinsel von SĂŒden und vom 10. bis zum 12. Jahrhundert aus dem Byzantinischen Reich von Osten etliche Musikinstrumente nach Europa, darunter das persisch-arabische Hackbrett santur und die griffbrettlose Zither kanun. Im spĂ€ten Mittelalter wurde mit psalterium generell eine Kastenzither bezeichnet, deren Saiten gezupft oder beim Hackbrett geschlagen wurden. Ein nach einer Abbildung aus dem 11. Jahrhundert dreieckiges Psalterium wurde auch als rota (rote, ansonsten eine Leier) bezeichnet. In der vom iberischen König Alfons X (reg. 1252–1284) in Auftrag gegebenen Liedersammlung Cantigas de Santa Maria werden neben der dreieckigen rota weitere Kastenzithern erwĂ€hnt: canon entero und medio canon (flĂŒgelförmige und rechteckige kanun) und cedra oder citara.cite-ref-3[3]

Der vom arabischen kanun abgeleitete Name canon bezeichnete in Westeuropa vom 12. bis zum 14. Jahrhundert mehrere Abkömmlinge der arabischen Zither.cite-ref-4[4] Das Wortumfeld citara, das ĂŒber lateinisch cithara auf altgriechisch kithara fĂŒr eine große Leier zurĂŒckgeht, wurde in der zunĂ€chst allgemeinen Bedeutung „gezupftes Saiteninstrument“ ins Spanische, Portugiesische und weitere Sprachen ĂŒbernommen. Bis um 1500 war citara, cithara, citola, citula und Ă€hnlich eine lateinische Bezeichnung fĂŒr die antike Leier, eine Harfe, fĂŒr die Cister, eine seit dem 12. Jahrhundert in unterschiedlichen Formen belegte Kastenhalslaute, oder fĂŒr die kleinere Citole.cite-ref-5[5] Ab dem 16. Jahrhundert kommt die Cister in europĂ€ischen Sprachen in unterschiedlichen Ableitungen wie cithara, citre und cittern vor, im Deutschen als Cither, Zitter, Zither, Sister und Zister.cite-ref-6[6] Erst Anfang des 19. Jahrhunderts gingen die deutschen Namen auf Kastenzithern vom Typ des Scheitholtes ĂŒber.cite-ref-7[7]

Sebastian Virdung bildet in seinem musiktheoretischen Werk Musica getutscht und außgezogen von 1511 ein dreieckiges Psalterium mit einer Spitze oben ab. Anders als das in den Cantigas und bei Virdung senkrecht abgebildete Psalterium wurden die aus dem Orient eingefĂŒhrten Zithern und deren Weiterentwicklungen in einer waagrechten Position gespielt. Im 17. Jahrhundert erhielten die westeuropĂ€ischen Zithern und Hackbretter einen rechteckigen oder trapezförmigen Resonanzkörper und eine Anzahl von Saiten, die ein annĂ€hernd chromatisch gestimmtes Instrument ergaben.cite-ref-8[8] Anhand der Abbildungen lassen sich die westeuropĂ€ischen mittelalterliche Kastenzithern nach ihren Korpusformen einteilen in:

1. dreieckiges, senkrecht gespieltes Psalterium bis zum 14. Jahrhundert
2. rechteckiger Korpus, senkrecht gespielt und mit den Stimmwirbeln oben
3. rechteckiger Korpus, waagrecht mit den Saiten quer auf den Knien des Spielers ruhend
4. ab dem 12. Jahrhundert kleiner trapezförmiger Korpus mit einwÀrts gebogenen Seiten, die lÀngste Saite nahe am Körper des Musikers, mit zwei Plektren gespieltcite-ref-9[9]
5. halbtrapezförmige Zither, mit der langen Seite quer vor dem Körper des Musikers, rechtwinklig rechts die Reihe der Stimmwirbel, „halber canon“: italienisch mezzocanone, deutsch Metzkanon, französisch micanon
6. im 15. Jahrhundert halbtrapezförmiger Korpus, dreichörig besaitet, mit einem Plektrum oder den Fingern gespielt
7. ab dem 14. Jahrhundert halbtrapezförmig, die schrÀge Seite ist jedoch abgetreppt, Stimmwirbel auf der linken Seite und mit einem Plektrum gespielt.cite-ref-10[10]

In Zentraleuropa bildete sich im 14. Jahrhundert aus dem micanon ein flĂŒgelförmiger Psalteriumtyp heraus, der spĂ€ter den Namen ala bohemica („böhmischer FlĂŒgel“) erhielt und die Form eines schlanken schiefen Trapezes mit einem kreisförmigen Kopf an einem Ende besaß. Zahlreiche Abbildungen aus dem 14. und 15. Jahrhundert zeigen Varianten dieses weiterhin senkrecht gespielten Typs mit unterschiedlichen Saitenzahlen.

In Osteuropa trat um dieselbe Zeit ein anderer vom kanun abgeleiteter Typ mit einer dreieckigen Grundform auf, der gusli genannt wird (zu dessen Verbreitung und Namen siehe husle). Der Musiker hĂ€lt diesen als helmförmig oder psalteriumförmig beschriebenen Typ auf Illustrationen in russischen Manuskripten aus dem 14. Jahrhundert senkrecht vor sich, mit den Saiten waagrecht und der lĂ€ngsten Saite unten. In Abbildungen aus dem 16. Jahrhundert weicht die Spitze oben einer eher runden (helmartigen) Form. Diese bis heute in manchen Regionen von Russland existierende Kastenzither mit 11 bis 36 Saiten wird waagrecht auf den Knien des Musikers liegend gezupft.cite-ref-11[11] Ein anderer schlanker Typ von griffbrettlosen Kastenzithern, der in Russland ebenfalls gusli genannt wird, gehört zu den „baltischen Psaltern“, ebenso wie die alte lĂ€ngliche Form der finnischen kantele und die litauische kankles.

Unmittelbare VorlĂ€ufer fĂŒr die citera-Typen sind ĂŒber manche Ähnlichkeiten der Korpusformen bei den erwĂ€hnten Zithern hinausgehend die seit dem 16. Jahrhundert so benannten Scheitholte, die zu den Griffbrettzithern gehören und sich damit wesentlich von den Psalterien unterscheiden. Die erste zuverlĂ€ssige Beschreibung und Abbildung eines Scheitholtes – ein langrechteckiger Kasten mit zwei Melodie- und zwei Bordunsaiten – findet sich in Michael Praetorius Werk Syntagma musicum. II. De Organographica aus dem Jahr 1619. Zu den in die europĂ€ische Volksmusik eingegangenen Varianten des Scheitholtes gehören die Scherrzither im Alpenraum, die Ă©pinette des Vosges in Frankreich, die Hummel in Norddeutschland (hommel in den Niederlanden, humle in DĂ€nemark), die langeleik in Norwegen, die citre in Slowenien und die citera oder citara in Ungarn, der Slowakei und Tschechien.cite-ref-12[12]

In Polen waren im 15. Jahrhundert laut dem um 1460 von einem gewissen Pavel aus Prag verfassten Liber viginti artium eine Reihe von Saiteninstrumenten in Gebrauch, darunter alintegra (ein Zupfinstrument), arfa (Harfe), cimbalum (Hackbrett), cithara (Cister) und andere Lauteninstrumente sowie tubalcana (Trumscheit). Ein dreieckiges Psalterium mit zehn doppelchörigen Saiten wird in dem um 1400 entstandenen Florianer Psalter unter dem Namen szaltarz erwĂ€hnt.cite-ref-13[13] Ansonsten gab es in Polen vor dem 18. Jahrhundert fĂŒnfsaitige Kastenzithern von Typ der „baltischen Psalterien“.cite-ref-14[14]

In Slowenien ist die bis heute existierende Kastenzither (citre) neben dem Akkordeon (harmonika) das beliebteste Volksmusikinstrument. Sie entstand im 17. Jahrhundert aus dem Scheitholt zunĂ€chst als einfache Bordunzither (bordunske citre). Weiterentwicklungen sind die Akkordzither (akordične citre) und die seltene, mit dem Bogen gestrichene Violinzither (violinske citre).cite-ref-15[15]

Verbreitung

Ungarn

Kastenzithern werden in Ungarn citera, citora und citura genannt. Aus der sĂŒdungarischen Stadt Szeged ist eine kirchliche Zehntliste des Jahres 1522 ĂŒberliefert, die sĂ€mtliche Namen der Einwohner enthĂ€lt. Bei den meisten Beinamen, die eine berufliche TĂ€tigkeit bedeuten, ĂŒbten ihre NamenstrĂ€ger auch den entsprechenden Beruf aus. Unter den lateinischen Namen finden sich ein „Tubicinator“ (Trompetenspieler) und zwei „Citarista“. Letztgenannter Name bezeichnete dem Kontext entsprechend mutmaßlich Geigenspieler, die es in der Stadt zahlreich gab.cite-ref-16[16] Am Hof des böhmisch-ungarischen Königs Ludwig II. (reg. 1522–1526) verkehrte auch der deutsche Komponist Thomas Stoltzer und unter den Spaßmachern am Hof wird ein Zitherspieler namens Matthias Keller aufgefĂŒhrt.cite-ref-17[17]

Das ungarische Wort fĂŒr „Zither“ kommt erstmals im lateinisch-ungarischen Gyöngyös-Wörterbuch aus den 1540er Jahren vor, wo es im lateinischen Text als „cithara, Musikinstrument, viersaitige Laute“ beschrieben wird. Auch nach einem Text von 1592 ist anzunehmen, dass mit Ungarisch citera ein Lauteninstrument gemeint war. Bis ins 17. Jahrhundert wurden ansonsten mehrheitlich lateinische Instrumentennamen verwendet, wobei cithara offenbar unterschiedliche Saiteninstrumente bedeuten konnte. Die Ă€lteste Beschreibung der ungarischen Griffbrettzithern ist Antal Ballas musiktheoretischer Aufsatz Az Tombora es Czimbalom honnet vette eredetĂ©t („Die Herkunft von Tombora und Cimbalom“) von 1774, in welchem er die Zither als „tombora“ bezeichnet.cite-ref-18[18] Tambura oder tombora ist ein bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gebrĂ€uchlicher Name fĂŒr die Zither in der Ungarischen Tiefebene. So wird in erster Linie ein Ensemble mit vier Typen von ungarischen Langhalslauten, die mit der sĂŒdslawischen tambura verwandt sind, genannt. Zur Unterscheidung erhielt die Zither den Namenszusatz asztali tambura („Tisch-tambura“).

WĂ€hrend in Polen die systematische Erforschung der Volksmusik 1802 begann, wurde in Ungarn erst 1898 ĂŒber die Zithern NĂ€heres aufgezeichnet. In einem Bericht aus diesem Jahr wird die kleinköpfige Zither im Komitat CsongrĂĄd-CsanĂĄd erwĂ€hnt. In den 1890er Jahren waren die Zithern im ganzen Land beliebt, im SĂŒden der Tiefebene besonders die kleinköpfige Zither (kisfejes citera) und in Transdanubien im Westen vor allem die bauchige Zither (hasas citera). Nach der Mitte des 20. Jahrhunderts waren die Zithern nur noch in der Tiefebene weithin verbreitet, in anderen Regionen hingegen waren sie selten geworden.cite-ref-19[19] Verschiedene Zithertypen kommen jedoch weiterhin vor, auch bei den in NachbarlĂ€ndern lebenden Ungarn. Eine Variante der bauchigen Zither (hasas citera), die bauchige Zither mit kleinem Kopf (hasas-kisfejes citera), tauchte in den 1980er Jahren bei den Ungarn in der Slowakei auf, wo sie zuvor unbekannt war. Dieser mit den AlpenlĂ€ndischen Zithern verwandte Zithertyp war in der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts auch in SiebenbĂŒrgen verbreitet.cite-ref-20[20] Die bauchigen Zithern werden hauptsĂ€chlich in Transdanubien gespielt und die kleinköpfigen Zithern in der Ungarischen Tiefebene, darĂŒber hinaus in Böhmen, MĂ€hren und in der Slowakei.cite-ref-21[21]

Tschechien

In den historischen LĂ€ndern Böhmen und MĂ€hren, die heute Tschechien bilden, heißen Zithern allgemein citera, citara oder citaƙička. In MĂ€hren, vor allem in der MĂ€hrischen Walachei, ist seit dem 18. Jahrhundert bis in die heutige Zeit die Ă€ltere Bezeichnung kobza (mit dem Diminutiv kobzička) gelĂ€ufig. Das Wort kobza ist namensverwandt mit ungarisch koboz, rumĂ€nisch cobză und ukrainisch kobsa, die heute fĂŒr unterschiedliche Kurzhalslauten stehen. Als Name eines Musikinstruments, wahrscheinlich einer Laute, ist alttschechisch kobos oder kobes mehrfach im 14. und 15. Jahrhundert belegt, so etwa im Wörterbuch Bohemarius major des tschechischen Schriftstellers und Gelehrten Klaret von 1369, in der Handschrift von Telč des Chronisten Oldƙich KĆ™Ă­ĆŸ aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und in der Bibel von PernĆĄtejn aus dem Jahr 1471. In 16. und 17. Jahrhundert bezeichnete das Wort kobza offenbar ein Lauteninstrument der Volksmusik. In der Bedeutung Kastenzither lĂ€sst sich kobza ab der ersten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts nachweisen, erstmals 1740 anhand einer Zeichnung des Grafen Johann Rudolf Sporck (um 1693–1759). Dies ist auch der erste Beleg fĂŒr die Kastenzither in Böhmen und MĂ€hren. Der Instrumentenname kobza konnte bis ins 19. Jahrhundert gelegentlich noch andere Volksmusikinstrumente wie Drehleier, Sackpfeife und Reibtrommel bezeichnen.

Die von den Spielern selbst hergestellten einfachen Formen der Griffbrettzithern verschwanden in Böhmen bereits weitgehend im 19. Jahrhundert. Solche Instrumente gab es in Ostböhmen (Regionen PardubickĂœ kraj und Kraj Vysočina), in SĂŒdböhmen (Region JihočeskĂœ kraj) und im Norden im Riesengebirge. Im Osten von MĂ€hren wurden diese kobza genannten Zithern bis ins 20. Jahrhundert gespielt. Um 1950 war auch in MĂ€hren das volksmusikalische Zitherspiel verschwunden. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie die Salzburger Zither und diesymmetrisch geschwungene Mittenwalder Zithercite-ref-22[22] eingefĂŒhrt. Das um die Wende zum 20. Jahrhundert auch von BĂŒrgern und am Kaiserhof gepflegte konzertante Musizieren mit diesen neueren Instrumenten verschwand in Tschechien ebenfalls in der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts aus dem öffentlichen Raum. Nur innerhalb mancher Familien wurden weiterhin Zithern gespielt. Nach der Mitte des Jahrhunderts erlebten Zithern durch die Verbreitung von Volksmusik im Fernsehen einen erneuten Aufschwung.cite-ref-23[23] In Ostrava kĂŒmmert sich das Zithermuseum (Muzeum citer) um die Dokumentation und Bewahrung der tschechischen Tradition des Zitherspiels. Jiƙí Kleƈha (* 1941) ist ein in Prag geborener Zither- und Hackbrettspieler, der viel zur Popularisierung dieser Instrumente beitrug und auch ein Buch ĂŒber das Harfenspiel in Böhmen veröffentlichte (HarfenictvĂ­ v ČechĂĄch, 1998).

Slowakei

Seit dem 17. Jahrhundert ist in der Slowakei der Name citara fĂŒr eine Zither belegt, einschließlich lautĂ€hnlicher Abwandlungen wie cetera, citera, den Pluralformen citeri, citari und der Verkleinerungsform citarka („Zitherchen“). Die Form beschreibende NamenszusĂ€tze sind citera veÄŸkĂĄ („große Zither“), skriƈova citera („Kastenzither“) und bruchatĂĄ citera („bauchige Zither“). Ein auf die Spieler bezogen herablassender Name ist murĂĄrsky klavir („Maurerklavier“). Selten wird die Zither auch tambor genannt, dem ungarischen tambura entsprechend.

In der gotischen Kirche St. Jakob in Levoča ist auf einem im 14. Jahrhundert entstandenen Fresko ein Saiteninstrument in Cisterform erkennbar. Im lateinisch-deutschen Schulbuch Orbis sensualium pictus von 1658 des mĂ€hrischen Lehrers und Theologen Johann Amos Comenius werden in einer Abbildung unter den zahlreichen Musikinstrumenten eine Kastenzither / ein Hackbrett („Hackbret“, lateinisch „Sambuca“), eine Harfe („Harfe“, lateinisch „Nablium“), eine Cister („Cyther“, lateinisch „Cythara“) und eine weitere Schalenhalslaute („Laute“, lateinisch „Celys“) gezeigt.cite-ref-24[24] HĂ€ufig erwĂ€hnt werden Zithern in Volksliedern und anderer belletristischer Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. Dies belegt, dass Zithern in dieser Zeit in allen Gesellschaftsschichten ein beliebtes Volksmusikinstrument waren. Im 19. Jahrhundert kam aus dem Alpenraum die Salzburger Zither mit ihrer bauchigen Form hinzu, die zusammen mit der Halbtrapezzither bis ins 20. Jahrhundert von der Unter- und Mittelschicht gespielt wurde. Auf dem Land waren die Ă€lteren Zitherformen stĂ€rker verbreitet. Im mittelslowakischen Bergland wurden Trogzithern bevorzugt und in der SĂŒdslowakei kleinköpfige Zithern.

WĂ€hrend die Zithern in der Nordslowakei gegen Ende des 19. Jahrhunderts verschwanden, werden sie wie das Hackbrett (cimbal, cymbal) im SĂŒden bis heute gespielt. Auch Slowaken, die in den angrenzenden Gebieten in Ungarn und RumĂ€nien (um Oradea) leben, verwenden Zithern. Nachdem die Zither um die Mitte des 20. Jahrhunderts fast nur noch von alten MĂ€nnern gespielt wurde, setzte in den 1960er Jahren eine Wende ein mit dem Ziel, die alten Dorftraditionen zu erneuern. Maßgeblich waren von Amateurmusikern gegrĂŒndete Ensembles. So wurden 1974 auf dem Gebiet der Slowakei Musikwettbewerbe veranstaltet, an denen rund 80 Zitherspieler auftraten.cite-ref-25[25]

Bauform

Ungarn

Die ungarischen Zithern lassen sich nach ihrer Form in drei Gruppen einteilen, die landesweit vorkommen. Die einfachste, unmittelbar vom Scheitholt abgeleitete Form der ungarischen Griffbrettzithern ist die seltene TrĂ€nkezither (vĂĄlyĂșcitera). Sie besteht aus einem langrechteckigen Korpus, ĂŒber dessen Decke (fedƑlap, „Deckplatte“) die Saiten in geringem Abstand verlaufen. Der Boden fehlt, sodass die Unterseite an die Form einer namensgebenden ViehtrĂ€nke erinnert. Ostafrikanische Trogzithern wie die inanga in Burundi haben prinzipiell dieselbe Form, Ă€hnlich sind auch die flacheren afrikanischen Schalenzithern von Typ der ligombo in Tansania. Anders als bei den TrĂ€nkezithern verlaufen die Saiten bei diesen afrikanischen Instrumenten aber frei ĂŒber die Öffnung, wĂ€hrend der Boden geschlossen ist.cite-ref-26[26] Bei vielen TrĂ€nkezithern sind die LĂ€ngsseiten nicht genau parallel, sondern der Korpus wird an einer Seite zum unteren Ende breiter. Am oberen Ende befindet sich der Stimmstock (fej, „Kopf“), aus dem die Stimmschrauben nach oben ragen. Die SeitenflĂ€chen (oldallapok, „Seitenplatten“) sind gerade und stehen rechtwinklig zur Decke.

Eine Variante in dieser Gruppe ist die Taubenschlagzither (galambdĂșcos citera). Sie besteht wie die TrĂ€nkezither aus einem langrechteckigen Kasten, der entlang der rechten LĂ€ngsseite im Bereich der Melodiesaiten etwa in der oberen halben Höhe der Seitenwand einen RĂŒcksprung besitzt. In diesem nach innen versetzten Teil der Seitenwand befindet sich eine Reihe mit mehreren Schalllöchern von 15 bis 30 Millimetern Durchmesser, die an einen Taubenschlag erinnern. Ein Exemplar aus dem sĂŒdungarischen Komitat CsongrĂĄd besitzt ein Griffbrett mit chromatischen BĂŒnden fĂŒr sechs Melodiesaiten und zehn weiteren Begleitsaiten. Bei einem weiteren Exemplar aus CsongrĂĄd sind anstelle der Begleitsaiten zwei Griffbretter fĂŒr Melodiesaiten seitenverkehrt gegenĂŒber angebracht.cite-ref-27[27]

Die zweite Gruppe bilden die kleinköpfigen Zithern (kisfejes citera), bei denen meist eine LĂ€ngsseite treppenartig abgestuft ist. Jede Stufe endet in einem kleinen Stimmstock. Eine Zither kann eine bis fĂŒnf Stufen besitzen, typisch sind drei oder vier Stufen mit der entsprechenden Anzahl von Stimmstöcken. Vom Ende der Stimmstöcke aus betrachtet ist die linke LĂ€ngsseite abgetreppt, bei manchen Instrumenten befindet sich ein weiterer Stimmstock eigens fĂŒr die ĂŒber das Griffbrett fĂŒhrenden Melodiesaiten auf der rechten Seite des Korpus (belsƑfej, „Innenstock“, oder kottafej, „Notenkopf“). HĂ€ufig schließen die Stufen nicht einfach mit einer rechtwinkligen Kante ab, sondern tragen an ihrer Spitze ein aufwĂ€rts ragendes Ornament in Form einer Rolle oder – typisch fĂŒr die Ungarische Tiefebene – einen Pferdekopf. Weil die kleinköpfigen Zithern manchmal auch von Hirten gespielt wurden, gelten diese Exemplare als „Hirtenzithern“.cite-ref-28[28]

Zithern, deren Korpus an der linken Seite in einem Halbkreis ausgebaucht, in einem weiten Schwung gerundet oder anderweitig kurvig geformt ist, gehören zu den bauchigen Zithern (hasas citera). Hierzu werden auch treppenartig ausgebildete und zusÀtzlich gerundete Zithern gezÀhlt.

Überwiegend wurden die Zithern von den Spielern selbst hergestellt, daneben gab es auch professionelle Zitherbauer, die Kunden in ihrer nĂ€heren Umgebung versorgten. Heute werden traditionelle Zitherformen von Kleinbetrieben in Handarbeit angefertigt. Einige TrĂ€nkezithern und kleinköpfige Zithern wurden frĂŒher aus einem Holzblock hergestellt, bevorzugt aus Ahornholz, ansonsten aus Pappelholz. Die Bearbeitung des Holzblocks erfolgte zunĂ€chst mit Beil und SĂ€ge fĂŒr die grobe Form, die dann mit einem Hobel begradigt wurde. Mit einem Meißel wurde das Holz ausgehöhlt. Die Decke sollte gleichmĂ€ĂŸig dĂŒnn sein, wofĂŒr man den Korpus gegen das Sonnenlicht hielt. Schien das Licht ohne Schattenflecken hindurch, galt die DeckenstĂ€rke als zufriedenstellend.

Heute wird der Korpus bei allen Zithertypen ĂŒblicherweise aus gehobelten und geschliffenen Brettern verleimt. Der Stimmstock wird oftmals separat aus einem StĂŒck Hartholz (Nussbaum, Buche, Akazie oder ein anderes Holz) hergestellt, fĂŒr die Zargen wird Buchenholz und Tannenholz bevorzugt. FĂŒr den AnhĂ€ngestock am unteren Ende wird dasselbe Holz verwendet wie fĂŒr den Stimmstock. Bei kleinköpfigen Zithern wird die abgetreppte linke Seite aus mehreren HolzstĂŒcken zusammengeleimt. Bei den bauchigen Zithern wird die linke gerundete Zarge je nach Form aus einem rund ausgesĂ€gten Holz oder einem gebogenen Brett angefertigt.cite-ref-29[29]

Die GesamtlĂ€ngen von drei gemessenen TrĂ€nkezithern betragen 66 und 72 und 84 Zentimeter, die Breite des AnhĂ€ngestocks, also die grĂ¶ĂŸte Breite, betrĂ€gt bei diesen Exemplaren 9,5 und 12 und 12,5 Zentimeter, die Höhe zwischen 5 und 6 Zentimeter. Kleinköpfige Zithern messen ĂŒblicherweise zwischen 75 und 92 Zentimeter GesamtlĂ€nge bei einer Breite am AnhĂ€ngestock zwischen 12 und 16,8 Zentimeter. Sechs bauchige Zithern sind 56 bis 76 Zentimeter lang und am AnhĂ€ngestock 10,5 bis 26 Zentimeter breit.cite-ref-30[30]

Die Decke ist durchschnittlich 5 bis 8 Millimeter dick. FĂŒr griffbrettlose Zithern ist dies die MindeststĂ€rke, da es sonst beim Einschlagen der BĂŒnde zu Rissen kommen kann. Bei den bauchigen Zithern und hĂ€ufig auch bei anderen Typen ist an der rechten LĂ€ngsseite ein Griffbrett (kottapad, „Notenbank“ oder kottalĂ©c, „Notenlatte“) aufgeleimt. Das 4 bis 6 Zentimeter breite Griffbrett beginnt am Sattel des Stimmstocks und ist gut dreiviertel so lang wie die schwingende LĂ€nge der Melodiesaiten. Durch das Griffbrett lassen sich die BĂŒnde stabiler befestigen, dafĂŒr wird der Klang gedĂ€mpft. Bei allen Typen sind in die Decke Schalllöcher (hanglyuk, „Tonloch“ oder hangkyadĂłlyuk, „tongebendes Loch“) in unterschiedlicher Zahl und GrĂ¶ĂŸe eingesĂ€gt oder gebohrt. Vor allem bauchige Zithern besitzen manchmal einen Boden, der den Klang verbessern soll. Am Boden sind je nach Korpusform drei oder vier knopfgroße FĂŒĂŸe aus Hartholz befestigt.

Die Löcher fĂŒr die StimmnĂ€gel (kulcsszög, „SchlĂŒsselnagel“, kulcs, „SchlĂŒssel, citeraszög, „Zithernagel“, und weitere) werden erst in den Stimmstock eingebohrt, wenn der gesamte Korpus fertig ist. Die StimmnĂ€gel bestehen aus 5–6 Zentimeter langen RundstĂ€ben aus Eisen von 5 Millimetern Durchmesser, die am unteren Ende angespitzt und am oberen Ende breit gehĂ€mmert sind. Oben ist ein Schlitz eingesĂ€gt, um das Saitenende aufzunehmen. Die StimmnĂ€gel werden bis auf eine LĂ€nge von 2–3 Zentimetern in die Bohrungen eingeschlagen. Um die Saitenspannung zu justieren, wird ein StimmschlĂŒssel (hangolĂł kulcs) verwendet. Auf der anderen Seite des Korpus werden die Saiten unterstĂ€ndig am AnhĂ€ngestock an dĂŒnnen NĂ€geln befestigt. Sie verlaufen seitlich ĂŒber einen Sattel (hĂșpĂĄrna, „Saitenkissen“; vĂĄnkos, „Polster“; hĂșrĂĄgy, „Saitenbett“; hĂ­d, BrĂŒcke“) aus einem festen Eisendraht, der mit seinen umgebogenen Enden eingeschlagen wurde. Bei Instrumenten mit Griffbrett wird ein höherer Sattel aus einem Holzstab und einem Eisendraht an seiner Oberkante benötigt. Ebenso werden die BĂŒnde (kotta, „Noten“; kottadrĂłt, „NotendrĂ€hte“) aus Draht in das Griffbrett oder direkt in die Decke eingeschlagen.

Bei frĂŒheren Zithern waren die BĂŒnde ĂŒberwiegend fĂŒr eine diatonische Tonfolge angeordnet (egykĂłtĂĄs, „eintönig“). Die heute ĂŒblichen chromatischen Zithern werden unter anderem fĂ©lhangos („halbtönige“), fĂ©lkottĂĄs („Halbnoten-“) oder mĂĄsfĂ©lkottĂĄs („Anderthalbnoten-“) Zithern genannt. Die diatonischen Zithern besitzen vier, seltener drei, fĂŒnf oder acht Melodiesaiten (dallamhĂșr oder kottahĂșr, „Notensaite“), die chromatischen Zithern haben mehr Melodiesaiten. In beiden FĂ€llen ist die Zahl der leer gezupften Begleitsaiten (kisĂ©rƑhĂșr, vendeghĂșr, „Gastsaite“; seghedhĂșr, „Aushilfssaite“) höher: ab zehn, darunter meist in der Mitte der Begleitsaiten eine oder zwei Basssaiten (bƑgƑhĂșr).

Die Saiten werden mit einem Plektrum (verƑ, „SchlĂ€ger“; pengetƑ, „Zupfer“) in der rechten Hand angerissen und mit den Fingern der linken Hand oder mit einem Druckstab (nyomĂł, „DrĂŒcker“) verkĂŒrzt. Der Druckstab besteht traditionell aus einem GĂ€nsefederkiel, der durch einen eingeschobenen Holzstab verstĂ€rkt wird. Das Plektrum wird aus einem zugespitzten GĂ€nsefederkiel, einem Horn- oder einem AkazienholzplĂ€ttchen gefertigt. Die Spieltechnik mit Druckstab und Plektrum ist bereits auf der Zeichnung des Grafen Storck von 1740 erkennbar.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]

Tschechien

Die drei ungarischen Zithertypen kommen auch in Tschechien vor. Auf der Zeichnung des Grafen Sporck von 1740 ist eine langrechteckige TrĂ€nkezither mit sieben Saiten zu erkennen. Am AnhĂ€ngestock sind die Saiten an dĂŒnnen NĂ€geln und am Stimmstock an eisernen StimmnĂ€geln befestigt. Zwei der Saiten sind Melodiesaiten, die ĂŒber 14 BĂŒnde ohne Griffbrett verlaufen. In der unteren HĂ€lfte sind einige Schalllöcher im Kreis in die Decke gebohrt. Wie in Ungarn verjĂŒngt sich typischerweise die linke Seite in Richtung Stimmstock oder sie ist S-förmig geschwungen. Diese Form blieb praktisch unverĂ€ndert bis ins 20. Jahrhundert erhalten.

Daneben finden sich die zur kleinköpfigen Zither weiterentwickelten Formen mit einem breiteren Korpus und weiteren Begleitsaiten an bis zu vier kleinen Stimmstöcken. Im 19. Jahrhundert kamen Salzburger Zithern hinzu mit einer an der linken Seite ausgebauchten unteren HĂ€lfte, ferner die Mittenwalder Zither, deren Korpus an beiden LĂ€ngsseiten ausgebaucht und insgesamt tropfenförmig ist. In MĂ€hren wurden Zithern bis ins 20. Jahrhundert noch von den Spielern selbst angefertigt, ansonsten ĂŒberließ man die Herstellung im Verlauf des 19. Jahrhunderts zunehmend spezialisierten Handwerksbetrieben.

Bei allen Typen werden die Einzelteile des Korpus – Decke, Zarge, Stimmstock und AnhĂ€ngestock – separat hergestellt und dann verleimt, teilweise zusĂ€tzlich genagelt. Der aus einem Hartholzblock massiv angefertigte Stimmstock und der AnhĂ€ngestock sorgen fĂŒr die StabilitĂ€t und Standfestigkeit des Korpus, dessen ĂŒbrige Teile aus leichtem Tannenholz bestehen. Die ĂŒblichen Instrumente ohne Boden werden direkt auf den Tisch gelegt, falls sie einen Boden besitzen, ruhen sie auf flachen hölzernen FĂŒĂŸen oder auf am Boden herausstehenden Schraubenköpfen.

Diatonische Zithern haben 14 bis 17 BĂŒnde aus Messing- oder Eisendraht. Bei chromatischen Zithern ist hinter und zwischen diesen BĂŒnden eine zweite Reihe mit kĂŒrzeren BĂŒnden angeordnet. Üblich sind zwei Melodiesaiten, die zwei- oder dreichörig ĂŒber den BĂŒnden verlaufen. Die ĂŒbrigen Saiten von maximal 17 insgesamt sind Begleitsaiten. Alle Saiten bestehen aus Metall.cite-ref-33[33]

Slowakei

Das Formenspektrum der ungarischen Zithern wird fĂŒr die Slowakei in fĂŒnf Gruppen eingeteilt: Trogzither, Taubenschlagzither, Halbtrapezzither, kleinköpfige Zither und bauchige Zither. Bis in die 1920er Jahre wurden einfache Zithern von mindestens einem Hersteller noch aus einem massiven Holzklotz herausgearbeitet, ansonsten werden alle Korpusformen aus Brettern mit oder ohne Boden zusammengefĂŒgt.

Trogzithern sind zwischen 60 und 100 Zentimeter lang. Ihr Stimmstock (vel'kĂĄ blava, „großer Kopf“) aus Hartholz ist nach außen abgeflacht, damit die StimmnĂ€gel leicht schrĂ€g stehen, und endet entweder in einer Rolle mit einer halben oder ganzen Windung oder in einem nach oben ragenden Zapfen. Die runden StimmnĂ€gel sind oben rechteckig oder flach geformt, damit sie mit einem passenden StimmschlĂŒssel gedreht werden können. Die oft aus Messingdraht gefertigten BĂŒnde sind fĂŒr die diatonischen und die chromatischen Töne in einer Reihe oder in zwei Reihen nebeneinander auf dem Griffbrett angebracht. Die Schalllöcher in der Decke haben Durchmesser zwischen 2 und 3 Zentimeter, hĂ€ufig sind sie von sechs bis acht Zierlöchern im Kreis umgeben. Auch herz- oder blattförmige Schallöffnungen kommen vor.

Die Variante der Taubenschlagzithern ist selten. Ihr Korpus ist kĂŒrzer und breiter als bei den Trogzithern. In der zurĂŒckgesetzten oberen HĂ€lfte der LĂ€ngswand sind zwei Reihen mit je sechs Löchern eingebohrt, die Decke besitzt weitere Schalllöcher.

Bei den Halbtrapezzithern mit einem sich an einer LĂ€ngsseite verbreiternden Korpus betrĂ€gt die grĂ¶ĂŸere Breite mehr als die HĂ€lfte der LĂ€nge. Auch Instrumente mit einer leicht S-förmig verlaufenden rechten LĂ€ngsseite zĂ€hlen zu den halbtrapezförmigen Zithern. Ihr Korpus ist 25 bis 50 Zentimeter lang und 15 bis 30 Zentimeter breit, bei maximal 3 Zentimetern Höhe. Es gibt Halbtrapezzithern mit und ohne ein Griffbrett. In der Mitte der Decke befindet sich ein rundes Schallloch, dessen Durchmesser 4 bis 7 Zentimeter betrĂ€gt. Dieser Zithertyp besitzt 6 bis 7 gleich lange und 7 bis 14 der Korpusform entsprechend kĂŒrzer werdende Metallsaiten.

Die weit verbreiteten kleinköpfigen Zithern haben zwei bis vier treppenartige Stimmstöcke an der dem Spieler abgewandten rechten LĂ€ngsseite. Die durchschnittliche LĂ€nge betrĂ€gt 90 Zentimeter und die Gesamtbreite 15 bis 18 Zentimeter. Von der Breite entfallen auf den rechteckigen Korpus 10 Zentimeter, pro angesetztem Stimmstock verbreitert er sich um 1,5 bis 2,5 Zentimeter. Wie in den anderen Regionen endet der Hauptteil des Korpus in einer aufgerollten Walze, einem rechtwinklig aufstehenden Zapfen oder in einem Pferdekopf. Dasselbe gilt in kleinerem Format fĂŒr die seitlichen Stimmstöcke. Die BĂŒnde aus Metalldraht ragen maximal 2 Millimeter ĂŒber das Griffbrett hinaus. Die aus massivem Holz gefertigten kleinen Stimmstöcke tragen zur StabilitĂ€t des Korpus bei, der durch die Zugspannung von bis zu 20 Saiten an seine Belastungsgrenze gelangt.

Die aus der Verbreiterung des Trogzitherkorpus hervorgegangene bauchige Zither ist der hÀufigste Typ in der Slowakei. Die LÀnge des rechteckigen Kastens betrÀgt zwischen 70 und 86 Zentimeter, dessen Breite 12 bis 16 Zentimeter. Weitere 20 bis 24 Zentimeter in der Breite kommen durch die halbrunde Erweiterung des Korpus an seiner unteren HÀlfte hinzu. Die Formvarianten unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander. WÀhrend der Stimmstock flach ist und meist mit einer geraden Kante endet, ist der AnhÀngestock gerundet. Der Korpus ist stets durch eine Bodenplatte geschlossen.cite-ref-34[34]

Spielweise

Ungarn

Die Zithern klingen durch den Bezug mit Stahlsaiten und die Anschlagstechnik hell und durchdringend. Die dynamischen Möglichkeiten des Instrumententyps sind beschrĂ€nkt und werden auch nicht genutzt, die Musiker reißen allgemein krĂ€ftig mit gleichbleibender LautstĂ€rke Melodie- und Begleitsaiten an. Die chromatischen BĂŒnde werden, sofern vorhanden, oft nicht verwendet. Die Gebrauchsleiter ist ĂŒblicherweise der mixolydische Modus mit einer kleinen Septime. Nur selten weichen Musiker auf die reine Dur-Tonart mit einer neutralen Septime aus. Bei auf die Zither ĂŒbertragenen chromatischen Gesangsmelodien korrigieren Musiker hĂ€ufig die Töne zu einer diatonischen Tonleiter. Aus einem fis wird so ein f. Bei kleinen Zithern reicht der Tonumfang von g bis f2 oder g2, bei grĂ¶ĂŸeren Zithern bis d2 ab demselben Grundton. Dieser war frĂŒher nicht eindeutig festgelegt und lag im Bereich zwischen fis und b fĂŒr die unisono gestimmten Melodiesaiten. Die Stimmung der Begleitsaiten ist nicht einheitlich. Relativ hĂ€ufig kommt eine Stimmung in Quarten vor: g–c1–f1 und manchmal bis b1. Die höheren Begleitsaiten liegen weiter außen und werden daher bei einer von den Melodiesaiten ausgehenden Handbewegung seltener erreicht. Manche Musiker stimmten die Begleitsaiten nach den Anfangstönen von Volksliedern, etwa g–c1–d1–e1 bei kleinköpfigen Zithern.

In der ĂŒblichen traditionellen Spielposition liegt die Zither schrĂ€g auf einem Tisch mit dem Griffbrett der Tischkante zugewandt. Der Musiker steht am Tisch neben dem AnhĂ€ngestock der Zither. Die Zither kann auch lĂ€ngs auf eine Sitzbank gelegt werden, der Spieler sitzt dann auf der Seite des AnhĂ€ngestocks und beugt sich leicht seitwĂ€rts ĂŒber das Instrument. Bei diatonischen Zithern umfasst er mit der linken Hand den Druckstab und drĂŒckt ihn mit dem Daumen auf die Saiten, um diese zu verkĂŒrzen. Bei chromatischen Zithern verwendet er zum NiederdrĂŒcken des Stabs den Zeigefinger, um bei Bedarf zugleich mit dem Mittelfinger eine der einwĂ€rts ĂŒber den chromatischen BĂŒnden verlaufende Saite erreichen zu können. Alternativ werden alle Melodiesaiten ohne Druckstab mit Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger gegriffen. Dies ermöglicht zwar ein schnelleres Spiel, dĂ€mpft aber stĂ€rker den Klang. Da der Druckstab wĂ€hrend des Spiels nicht angehoben, sondern gleitend ĂŒber die Saiten bewegt wird, entsteht eine Art Glissando. Die Begleitsaiten werden meist alle zusammen zu Beginn und am Ende eines StĂŒckes angerissen, dazwischen nur hin und wieder die den Melodiesaiten benachbarten Begleitsaiten. Sonst wĂŒrde die Melodie unter einem Klangteppich verschwinden, denn die leeren Begleitsaiten klingen lĂ€nger nach als die verkĂŒrzten Melodiesaiten. GeĂŒbte Spieler dĂ€mpfen deshalb zwischendurch die Begleitsaiten mit dem Handballen.cite-ref-35[35]

Das traditionelle Volksliedrepertoire beinhaltet vor allem Tanzlieder mit gesungenen Melodien. Die alte Tanzmusik ist durch Lieder mit der Sackpfeife duda, Schweinehirten-Tanzmelodien und CsĂĄrdĂĄs-TĂ€nze geprĂ€gt. In der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts kamen neue TĂ€nze wie Walzer, Foxtrott und Tango hinzu. Die ungarische Volksmusik ist weitgehend einstimmig und besteht aus einer Melodielinie mit Bordunbegleitung. Dies gilt auch fĂŒr die Instrumentalmusik, in der außer der citera Hackbrett (cimbalom), LĂ€ngsflöte (furulya), Doppelflöte (kettƑsfurulya), Drehleier (tekerƑlant) und Klarinette (tĂĄrogatĂł) solistisch zum Einsatz kommen, selbst fĂŒr die traditionellen Zigeunermusiker mit Blechblasinstrumenten.cite-ref-36[36]

Das Tempo des Zitherspiels wird als giusto beschrieben. Die Zither hat kein eigenes Repertoire. Außer der Verwendung als Soloinstrument spielten gelegentlich zwei oder drei Zithern zusammen, eine davon als rhythmische Begleitung. In Transdanubien sorgte eine Reibtrommel fĂŒr den Begleitrhythmus zur Zither, vereinzelt auch eine Knopfhandharmonika.

Zithern gehörten frĂŒher in Ungarn zur Musik der Ă€rmeren Schichten in den Dörfern, wo sie von MĂ€nnern, Frauen und Kindern gespielt wurden. Die Kleinbauern konnten sie preisgĂŒnstig selbst herstellen. Gespielt wurde die Zither bei der gemeinsamen Hausarbeit, bei kleineren Familienfeiern und von den Landarbeitern auch zur Tanzbegleitung bei Hochzeiten. Hierbei betĂ€tigten sich die Teilnehmer reihum abwechselnd als Musiker.cite-ref-37[37]

Die östlich des historischen ungarischen Siedlungsgebiets in der Region Moldau in RumĂ€nien lebenden Ungarn werden zusammenfassend als Tschangos bezeichnet. In einer Anfang des 20. Jahrhunderts veröffentlichten Wörterliste des ungarischen Tschangos-Dialekts ist noch das Wort citera fĂŒr „Zither“ enthalten. Seitdem ist die Zither aber aus ihrer Musik verschwunden. An die Stelle der Zither trat vor allem die Violine (hededĂŒ, auch cinige, muzsika).cite-ref-38[38] Dasselbe gilt fĂŒr die Ungarn in der Slowakei, wo unter der Landbevölkerung die Violine das beliebteste Saiteninstrument ist und die Zither Ende des 20. Jahrhunderts kaum noch vorkam.cite-ref-39[39]

Einen fĂŒr die ungarische Volksmusik gewichtigen Beitrag leistete der in seinem Geburtsort TiszaalpĂĄr wirkende Instrumentenbauer, tekerƑlant- und citara-Spieler MihĂĄly BĂĄrsony (1915–1989). Jeweils eines dieser Instrumente erwarb 1971 der ungarische Komponist PĂ©ter Eötvös von BĂĄrsony. In seiner Komposition Music for New York (1971) fĂŒr einen Kurzfilm lĂ€sst Eötvös den Klang von Drehleier und Zither durch einen Synthesizer verĂ€ndern.cite-ref-40[40] Eötvös verwendete um diese Zeit auch eine „55-chord“ genannte Sonderanfertigung einer citera mit 55 mikrotonalen Saiten.cite-ref-41[41]

Der bekannteste ungarische Zitherspieler ist der 1974 in der serbischen Provinz Vojvodina geborene FĂ©lix LajkĂł, der neben seinem Hauptinstrument Violine auch eine kleinköpfige citera fĂŒr seine eigenen, von Volksmusik, Klassik und Jazz inspirierten Kompositionen verwendet.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43]

Tschechien

Die vier unisono gestimmten Melodiesaiten der Zithern sind in zwei Gruppen angeordnet. Bei ĂŒblicherweise 15 BĂŒnden der diatonischen Zithern ergibt sich fĂŒr die mixolydische Gebrauchsleiter ein Tonumfang von g bis a2. Mit einer zweiten Reihe BĂŒnde erreichen diese Zithern eine chromatische Tonfolge. Die Begleitsaiten haben keine festgelegte Stimmung. Bei kleinen Zithern in OstmĂ€hren wurden die Melodiesaiten eine Oktave höher auf g1 gestimmt und die Begleitsaiten auf c2–g1–e1–c1–g–C. Auch dort stimmten manche Musiker die Begleitsaiten nach den Anfangstönen eines Liedes, etwa auf den Dreiklang c–e–g. Es gab die Regel, eine oder zwei Begleitsaiten nach den Melodiesaiten und weitere in den Intervallen Quarte und Sexte zu stimmen.

Der stehende Musiker zupft die Zither, die mit dem Griffbrett ihm zugewandt auf dem Tisch liegt, mit einem zugespitzten GĂ€nsefederkiel. Bei Melodien im 2/4tel Takt zieht er dieses zwischen Zeige- und Mittelfinger gehaltene Plektrum gleichmĂ€ĂŸig krĂ€ftig ĂŒber die Saiten hin und her. Bei Melodien im 3/4tel Takt reißt er die Saite krĂ€ftig betont in seine Richtung und lĂ€sst darauf zwei weniger starke AnschlĂ€ge folgen. Ein Tremolo zur Bildung eines andauernden Tons wird durch schnelle Hinundherbewegung erzeugt. Um die Saiten zu verkĂŒrzen, wird wie in Ungarn ein Druckstab aus einem GĂ€nsefederkiel verwendet; von NovĂœ Hrozenkov im Ă€ußersten Osten des Landes ist bekannt, dass die Saiten frĂŒher gleichzeitig mit Zeigefinger und Ringfinger verkĂŒrzt wurden. Die einstimmigen, vielfach auf den diatonischen Tonvorrat beschrĂ€nkten Melodien werden nur selten in Terzen gespielt, Doppelgriffe kommen kaum vor. Um das glissandoartige Spiel mit dem Druckstab zu verbessern, wird dieser wie auch das Plektrum zuvor eingefettet.

Der relativ leicht zu erlernenden Spieltechnik der Zither ist wohl deren Verbreitung unter der meist Ă€rmeren Landbevölkerung in den letzten Jahrhunderten zu verdanken. Sie diente abgesehen vom gelegentlichen Einsatz zur Tanzbegleitung bei Hochzeiten der eigenen Unterhaltung. Bei Festen traten manchmal Musiker mit zwei Zithern oder einer Zither, einer Geige und einer Bassgeige auf. Im Haus spielten die Frauen Zither gerne an Winterabenden beim gemeinsamen Spinnen und Federnschleißen (bei dem GĂ€nse- oder Entenfedern fĂŒr die FĂŒllung von Federbetten von ihren harten Kielen befreit werden).cite-ref-44[44]

Die im Verlauf des 20. Jahrhunderts mit ihrem Repertoire als ĂŒberkommene Tradition aus dem Jahrhundert zuvor missachtete einheimische Zither erlebte eine gewisse Wiederbelebung durch das Fernsehen in den 1970er Jahren. Um eine musikalische Erneuerung des Zitherspiels in Tschechien bemĂŒhen sich seit der Jahrtausendwende einige Musiker. Zu ihnen gehört vor allem Michal MĂŒller (* 1977), der nach seinem Musikstudium in Wien in Tschechien das moderne Spielcite-ref-45[45] auf eingefĂŒhrten alpenlĂ€ndischen Zithern unterrichtet.cite-ref-46[46]

Slowakei

In der Slowakei sind beide Spielhaltungen – stehend oder sitzend – gebrĂ€uchlich. Die Saiten werden mit dem Plektrum in der rechten Hand meist in einer Richtung hin oder weg vom Körper angerissen, seltener in der Hinundherbewegung zugleich. Das tremoloartige Anreißen einer Melodiesaite fĂŒr einen anhaltenden Ton ist selten. Die Begleitsaiten werden nur zwischendurch zur Betonung in einer Richtung oder in beiden Bewegungsrichtungen angerissen. Sie erklingen nur fĂŒr die halbe Dauer oder manchmal weniger als ein Drittel so lange wie die Melodiesaiten, wobei sie nach der Erregung lange nachklingen. Beim Tremolo wird das Plektrum geradlinig an einer Stelle bewegt, ansonsten wird mit dem Plektrum eine elliptische Bewegung ausgefĂŒhrt.

Die meisten diatonischen Zithern sind in C-Dur gestimmt, daneben git es Stimmungen in D-Dur, F-Dur und A-Dur. Es ergibt sich jeweils ein Tonumfang von zweieinhalb bis dreieinhalb Oktaven. Um die Tonhöhe geringfĂŒgig zu verĂ€ndern, lĂ€sst sich der Druckstab nicht ganz herunterdrĂŒcken. Traditionelle Instrumente mit chromatischen BĂŒnden sind selten und werden ebenfalls nur fĂŒr ein einstimmiges Melodiespiel verwendet. In seltenen FĂ€llen verkĂŒrzt der Musiker mit dem Druckstab nur die Saiten ĂŒber den vorderen BĂŒnden und greift mit dem freien Mittel- oder Ringfinger eine Saite ĂŒber den hinteren chromatischen BĂŒnden, wodurch an melodischen Höhepunkten ZweiklĂ€nge produziert werden.cite-ref-47[47]

Die slowakische Volksmusik wird stilistisch nach einem historischen Schichtenmodell eingeteilt.cite-ref-48[48] Mit Zithern wird traditionell ein Repertoire gespielt, das zum „neuen Gesangsstil“ gehört, dessen Ursprung im 16./17. Jahrhundert liegt und der seine wesentliche Gestalt im 19. Jahrhundert unter dem Einfluss westeuropĂ€ischer klassischer und populĂ€rer Musik erhielt.cite-ref-49[49] Diese Melodien haben hĂ€ufig einen Tonumfang von einer Oktave in einer Dur- oder Molltonart. Durch die typische Anreißbewegung mit dem Plektrum und die Betonung durch ZweiklĂ€nge entsteht neben der Melodie eine rhythmische Struktur, die einem Tanzrhythmus entspricht, auch wenn die ursprĂŒngliche gesungene Melodie keinen solchen Rhythmus aufweist. Die fĂŒr das Zitherspiel herangezogenen Liedschichten stammen ĂŒberwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert, als die Zither ein beliebtes Instrument der Volksmusik war.

Die Zither ist ein Melodieinstrument fĂŒr die Hausmusik der Bauern und der Hirten, die es auf ihre Bergweiden mitnehmen. HauptsĂ€chlich wird die Zither solistisch eingesetzt, manchmal auch zur Begleitung eines SĂ€ngers. Das im Verlauf des 20. Jahrhunderts eingefĂŒhrte Zusammenspiel von mehreren Zithern oder einer Zither mit anderen Instrumenten fĂŒhrte zu einer experimentellen Neubelebung der musikalischen Tradition.cite-ref-50[50] Eine die traditionelle Volksmusik bewahrende Gruppe nennt sich schlicht Buzitai citerazenekar („Buzica-Zitherkapelle“) und besteht aus mehreren Frauen aus dem ostslowakischen Dorf Buzica, die kleinköpfige Zithern spielen und singen.cite-ref-51[51]

Literatur

‱ JĂłzsef Brauer-Benke: A citera fƑbb tĂ­pusai Ă©s elterjedĂ©se magyar nyelvterĂŒleten. In: Ethnographia, Nr. 130, 2019, S. 45–71
‱ OskĂĄr Elschek: Die Volksmusikinstrumente der Tschechoslowakei. Teil 2: Die slowakischen Volksmusikinstrumente. (Ernst Emsheimer, Erich Stockmann (Hrsg.): Handbuch der europĂ€ischen Volksmusikinstrumente, Serie 1, Band 2) Deutscher Verlag fĂŒr Musik, Leipzig 1983
‱ LudvĂ­k Kunz: Die Volksmusikinstrumente der Tschechoslowakei. Teil 1. (Ernst Emsheimer, Erich Stockmann (Hrsg.): Handbuch der europĂ€ischen Volksmusikinstrumente, Serie 1, Band 2) Deutscher Verlag fĂŒr Musik, Leipzig 1974
‱ Sibyl Marcuse: A Survey of Musical Instruments. Harper & Row, New York 1975
‱ BĂĄlint SĂĄrosi: Die Volksmusikinstrumente Ungarns. (Ernst Emsheimer, Erich Stockmann (Hrsg.): Handbuch der europĂ€ischen Volksmusikinstrumente. Serie 1, Band 1) Deutscher Verlag fĂŒr Musik, Leipzig 1967

Weblinks

Commons

: Citera

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Tibor GĂĄts: Die ungarische Zither. Eine EinfĂŒhrung in die Spieltechnik. 2005, S. 1–19
‱ Hungarian Zither. Youtube-Video
‱ LajkĂł FĂ©lix: CipƑk / Felix LajkĂł: Shoes – official video. Youtube-Video (FĂ©lix LajkĂł: kleinköpfige ungarische Zither, Antal BrasnyĂł: Bratsche, Kurina Michael: Hackbrett, Ferenc Kurina: Bass. Titel: Cipök, „Schuhe“, der CD Mezö, 2013)

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Curt Sachs: The History of Musical Instruments. W. W. Norton & Company, New York 1940, S. 118
cite-note-22. ↑ Vgl. Hanoch Avenary: Hieronymus’ Epistel ĂŒber die Musikinstrumente und ihre altöstlichen Quellen. In: Anuario musical: Revista de musicologĂ­a del CSIC, Band 16, 1961, S. 55–80
cite-note-33. ↑ E. Michael Gerli (Hrsg.): Routledge Revivals: Medieval Iberia. An Encyclopedia. Routledge, London 2003, S. 68
cite-note-44. ↑ Joan Rimmer, Nelly van Ree Bernard: Canon (ii). In: Grove Music Online, 2001
cite-note-55. ↑ Laurence Wright: The Medieval Gittern and Citole: A Case of Mistaken Identity. In: The Galpin Society Journal, Band 30, Mai 1977, S. 8–42, hier S. 23
cite-note-66. ↑ Vladimir Ivanoff: Cister. I. Begriffs-Definitionen. In: MGG Online, November 2016
cite-note-77. ↑ Ulrich Wegner, Andreas Michel: Zithern. A. Allgemeines. I. Name und Begriff. In: MGG Online, November 2016
cite-note-88. ↑ Nelly van Ree Bernard, Mary Remnant: Psaltery. 2. The instrument: medieval and Renaissance. In: Grove Music Online, 2001
cite-note-99. ↑ Ian Pittaway: The Psilvery Psound of the Psaltery: a brief history. Early Music Muse, 4. September 2015
cite-note-1010. ↑ Sibyl Marcuse, 1975, S. 211
cite-note-1111. ↑ Ulrich Morgenstern: Russland. A. Volksmusik. II. Instrumentale Volksmusik. 2. Das traditionelle Instrumentarium. c. Chordophone. In: MGG Online, November 2021
cite-note-1212. ↑ Andreas Michel: Zithern. C. EuropĂ€ische Kastenzithern. I. Griffbrettzithern. 1. Scheitholte und Kratzzithern. In: MGG Online, November 2016
cite-note-1313. ↑ Katarzyna Morawska: The Middle Ages. Part 2: 1320–1500. (The History of Music in Poland, I, herausgegeben von Stefan Sutowski) Sutowski Edition, Warschau 2001, S. 163, 165
cite-note-1414. ↑ Jan Stęszewski: Poland. II. Traditional music. 2. Sources and research. In: Grove Music Online, 2001
cite-note-1515. ↑ Mira Omerzel-Terlep: Slovenia. In: Timothy Rice, James Porter, Chris Goertzen (Hrsg.): Garland Encyclopedia of World Music. Band 8: Europe. Routledge, London 2000, S. 918
cite-note-1616. ↑ A. Kubinyi: Spielleute und Musiker von Buda (Ofen) in der Jagello-Epoche. In: Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae, Band 9, Nr. 1/2, 1967, S. 77–97, hier S. 86, Fn. 31
cite-note-1717. ↑ Z. Falvy: Spielleute im mittelalterlichen Ungarn. In: Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae, Band 1, Nr. 1/2, 1961, S. 29–64, hier S. 52
cite-note-1818. ↑ József Brauer-Benke, 2019, S. 46–48
cite-note-1919. ↑ Bálint Sárosi, 1967, S. 41
cite-note-2020. ↑ József Brauer-Benke, 2019, S. 57–59
cite-note-2121. ↑ József Brauer-Benke, 2019, S. 61
cite-note-2222. ↑ Mittenwalder Zither (1808). Institut fĂŒr Musikforschung, UniversitĂ€t WĂŒrzburg
cite-note-2323. ↑ Ludvig Kunz, 1974, S. 58f
cite-note-2424. ↑ Orbis sensualium pictus, Tafel: C. Instrumenta Musica. 1658
cite-note-2525. ↑ Oskár Elschek, 1983, S. 67, 76
cite-note-2626. ↑ Vgl. József Brauer-Benke, 2019, S. 50
cite-note-2727. ↑ Bálint Sárosi, 1967, S. 31, Abb. 31, 32
cite-note-2828. ↑ József Brauer-Benke, 2019, S. 63
cite-note-2929. ↑ Bálint Sárosi, 1967, S. 30, 35
cite-note-3030. ↑ BĂĄlint SĂĄrosi, 1967, S. 37. Die Zahlenangaben beziehen sich auf zwischen 1954 und 1962 in ungarischen Dörfern vorgefundene Exemplare.
cite-note-3131. ↑ Ludvik Kunz, 1974, S. 58
cite-note-3232. ↑ Bálint Sárosi, 1967, S. 35f
cite-note-3333. ↑ Ludvík Kunz, 1974, S. 53, 56f
cite-note-3434. ↑ Oskár Elschek, 1983, S. 67–70
cite-note-3535. ↑ Bálint Sárosi, 1967, S. 36–39
cite-note-3636. ↑ Bálint Sárosi: Ungarn. VII. Volksmusik. 4. Instrumentalmusik. In: MGG Online, Januar 2022
cite-note-3737. ↑ Bálint Sárosi, 1967, S. 39
cite-note-3838. ↑ István Pávai: The Folk Music of the Moldavian Hungarians. Hungarian Heritage House, Band 3, Budapest 2002, S. 42–48, hier S. 46
cite-note-3939. ↑ Lujza Tari: The Instruments and Instrumental Folk Music of the Hungarian Minority in Slovakia in the 20th Century. In: Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae, Band 39, Nr. 1, 1998, S. 35–52, hier S. 43
cite-note-4040. ↑ PĂ©ter Eötvös: Musik for New York. eotvospeter.com
cite-note-4141. ↑ Hugh Davies: Microtonal instruments. 4. After 1930. (iii) Other developments. In: Grove Music Online, 2001
cite-note-4242. ↑ LajkĂł FĂ©lix: CsĂĄrdĂĄs with DohnĂĄnyi Symphony Orchestra. Youtube-Video (FĂ©lix LajkĂł: kleinköpfige citera, als Solist des Budafoki DohnĂĄnyi-Sinfonieorchesters im Erkel-Theater. Budapest, 2016)
cite-note-4343. ↑ Magdolna RĂșzsa – Felix Lajko – MĂ©g azt mondjĂĄk (folk song). Youtube-Video (FĂ©lix LajkĂł, kleinköpfige citera, und die ungarische SĂ€ngerin Magdolna RĂșzsa mit dem ungarischen Volkslied MĂ©g azt mondjĂĄk, nem illik)
cite-note-4444. ↑ Ludvik Kunz, 1974, S. 57f
cite-note-4545. ↑ „Waiting for The Springtime“ by Michal MĂŒller on zither solo. Youtube-Video
cite-note-4646. ↑ New face of zither in the Czech republic. citera.cz
cite-note-4747. ↑ Oskár Elschek, 1983, S. 73
cite-note-4848. ↑ Vgl. Oskár Elschek: Research on Stylistic Areas of Slovak Instrumental Folk Music. In: The World of Music, Band 38, Nr. 3 (Folk Music Revival in Europe) 1996, S. 51–69
cite-note-4949. ↑ Oskár Elschek: Slovakia. II. Traditional music. 2. Historical styles. In: Grove Music Online, 2001
cite-note-5050. ↑ Oskár Elschek, 1983, S. 73–75
cite-note-5151. ↑ Buzitai citerazenekar. Youtube-Video